PhyLiPin Reference Test Vehicle

Das Problem: Lebensdauerdaten ohne gemeinsame Basis

In der Entwicklung leistungselektronischer Module für Fahrzeuge und Mobilitätssysteme fließen Millionen in Zuverlässigkeitsprüfungen. Das Ergebnis sind Berge von Power-Cycling-Daten – erzeugt auf unterschiedlichen Prüfständen, mit unterschiedlichen Aufbauten, unter unterschiedlichen Randbedingungen. Wenn Ihr Labor in München andere Ergebnisse liefert als Ihr Zulieferer in Asien, liegt das selten an der Physik. Es liegt daran, dass es keinen gemeinsamen Referenzpunkt gibt.

Was passiert, wenn Sie darauf verzichten? Ihre Simulationsmodelle kalibrieren Sie gegen interne Daten, die nur innerhalb Ihres eigenen Setups gelten. Ihre Lieferanten tun dasselbe. Am Ende stehen Sie vor dem immer gleichen Dilemma: Sie können niemandem beweisen – und sich selbst nicht beweisen –, dass Ihre Lebensdauervorhersage belastbar ist. Das kostet nicht nur Vertrauen in der Lieferkette, sondern vor allem Zeit. Und jede Iteration, die Sie in einem unsicheren Modell drehen, verzögert Ihre Marktreife.

Die Lösung: Ein physisch definierter Maßstab

Das PhyLiPin Sintered Reference Test Vehicle setzt genau hier an. Es ist keine Blackbox und kein theoretisches Modell, sondern ein reales, standardisiertes Leistungsmodul – entwickelt am Fraunhofer IISB, gefertigt mit kontrollierten Materialien von Rogers und Heraeus. Eine Bare-Die-Schottky-Diode, zentral auf DBC gesintert, kontaktiert über fünf definierte Bonddrähte. Jedes Detail ist festgelegt, dokumentiert und reproduzierbar.

Warum das entscheidend ist: Wenn Sie dieses Testvehikel auf Ihrem Prüfstand fahren und Ihre Ergebnisse gegen die PhyLiPin-Referenzdatenbank abgleichen, sehen Sie sofort, wo Ihr Setup abweicht. Sie kalibrieren Ihr Equipment nicht mehr gegen sich selbst, sondern gegen einen externen, validierten Standard. Ihre FEM-Simulationen bekommen einen physischen Ankerpunkt. Und wenn Sie dasselbe Testvehikel an Ihre Lieferanten weitergeben, sprechen alle Beteiligten zum ersten Mal dieselbe Sprache.

Zwei Varianten für zwei Szenarien

Variante 1 – Sintered Reference Test Vehicle (fertig montiert): Sie brauchen schnell belastbare Referenzdaten? Das fertig montierte Testvehikel kommt einsatzbereit bei Ihnen an. Substrat, Chip und Bonddrähte sind bereits gesintert – Sie können direkt mit dem Power-Cycling beginnen. Ideal, wenn Sie Ihr Prüf-Setup kalibrieren oder ein bestehendes Moduldesign benchmarken wollen.

Variante 2 – Reference Test Vehicle Kit: Sie wollen wissen, wie sich eine andere Sinterpaste, ein alternatives Substrat oder ein eigener Die-Attach auf die Lebensdauer auswirkt? Das Kit liefert Ihnen alle Einzelkomponenten, die Sie für den Selbstaufbau mit Ihren eigenen Materialien brauchen. Bei Bedarf können Sie die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IISB evaluieren lassen.

Der Prozess: Von der Bestellung bis zum validierten Ergebnis

Der Weg zum kalibrierten Lebensdauermodell ist in fünf Schritte gegliedert. Sie wählen Ihre Variante im Shop und buchen dabei direkt einen individuellen Beratungstermin. Nach dem Kauf erhalten Sie alle Produktspezifikationen und die Terminbestätigung per E-Mail. Sobald das Testvehikel bei Ihnen eintrifft, setzen Sie es als physischen Ankerpunkt für Ihre Messungen und Simulationen ein. Kurz vor dem gebuchten Termin erhalten Sie den Zugangslink zum Videocall – und im gemeinsamen Expertengespräch gleichen Sie Ihre Ergebnisse direkt mit den PhyLiPin-Referenzdaten ab.

Das Ergebnis: Sie verlassen den Termin nicht mit einem weiteren PDF, sondern mit einem präzise geschärften Lebensdauermodell, das auf einer nachvollziehbaren physikalischen Basis steht.

Nächster Schritt

Wählen Sie oben die passende Variante – fertig montiert oder als Kit – und sichern Sie sich Ihren Beratungstermin direkt bei der Bestellung. Je früher Sie Ihre Lebensdauerdaten auf eine gemeinsame Referenz stellen, desto weniger Iterationen brauchen Sie bis zur belastbaren Vorhersage.

Mehr zum PhyLiPin-Projekt: https://phylipin.de/